Was macht Seide so besonders?
Das wohl faszinierendste an der Seide ist, dass der dünne Seidenfaden von einer kleinen Raupe selbst gesponnen wird. Der daraus gemachte Kokon dient der Raupe als Schutz - vor Regen, Wind, Kälte, Hitze und Fressfeinden. In diesem Schutz-Kokon vollbringt die Raupe die faszinierende Metamorphose zum Schmetterling.
Diese Aufgabe des Kokons erklärt auch die charakteristischen Eigenschaften der Seide:
- Seide kühlt bei Hitze (mehr als Viskose) und wärmt bei Kälte (mehr als Baumwolle) - hier die Erklärung dazu vom MAX-PLANCK-INSTITUT
- Seide kann etwa 30% ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Dadurch wirkt sie
übermäßigem Schwitzen sehr angenehm entgegen und lässt die Haut atmen. - Dabei schont sie Haut und Haare, ohne sie auszutrocknen.
- Dank ihrer glatten Oberfläche haftet Schmutz weniger leicht an.
- Seide wirkt der Geruchsbildung entgegen: Ihr natürlicher Sericingehalt kann dem Bakterienwachstum entgegenwirken.
- Seide ist sehr reißfest - im Verhältnis betrachtet fünf Mal stärker als Stahl.
- Sie besitzt eine natürliche Eigenelastizität und neigt nach Dehnung dazu, ihre ursprüngliche Form wieder anzunehmen.
Warum ist unsere Seide so gut für unsere Haut?
Seide ist der Haut in ihrem natürlichen, proteinbasierten Aufbau verwandt - das macht sie besonders angenehm im direkten Hautkontakt, auch bei empfindlicher Haut.
Sie wird zudem bei Hausstaubmilbenallergie geschätzt: Ihre dichte Faserstruktur bietet Hausstaubmilben deutlich weniger Lebensraum als viele andere Textilien.
Im Gegensatz zu vielen konventionellen Textilien enthält unsere naturweiße Seide kein Formaldehyd und keine synthetischen Farbstoffe. Wo Farbe eingesetzt wird, geschieht das so schonend wie möglich.
Besonders Bouretteseide wird von Menschen mit empfindlicher Haut geschätzt: Ihr hoher Sericingehalt kann dem Bakterienwachstum entgegenwirken und damit der Geruchsbildung. Studie ansehen (PDF) Aus diesem Grund wird Bouretteseide besonders gerne für Windel- und Stilleinlagen sowie Babykleidung verwendet.
In einer wissenschaftlichen Studie (Acta Biomaterialia, 2012) zeigten Seidenproteine eine sehr gute Hautverträglichkeit und unterstützten im Labor die natürliche Regeneration der Hautoberfläche.
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(Die Untersuchung bezieht sich auf Laborbedingungen und steht nicht in direktem Zusammenhang mit unseren Seidenprodukten.)
Königin aller Naturfasern - Warum ist Seide noch so beliebt?
Die schönsten aller Stoffe sind aus Seide. Man findet sie bei exquisiten Brautkleidern, eleganten Kleidern von Designermarken, in der Accessoire-Abteilung für Schals und Tücher, sowie bei Bettausstattung und Pflegeprodukten.
- Für die Haare: Die Faserstruktur der
Seide weist eine sehr glatte Oberfläche auf, das macht sie weich und geschmeidig. Besonders als glatter Satin verarbeitet, ermöglicht sie den Haaren auf dem Kissenbezug ein leichtes Darübergleiten. Durch den geringen Widerstand kann sie Haarbruch und Spliss reduzieren. - Für Kleidung: Seide bietet den schönsten und natürlichsten Glanz aller Fasern. Man vergleiche ein Polyester-Organza-Brautkleid mit einem Seiden-Organza-Brautkleid und man versteht, was königliche Qualität bedeutet. Es ist eine wahre Freude den unvergleichlichen Fall und Glanz der Seide in einem zauberhaften Traumkleid zu erleben. Gefärbt, bemalt und bedruckt weist Seide eine unvergleichlich brillante Farbwiedergabe auf.
Nun unsere Seide ist zweimal besonders: als tierfreundliche Peace Silk ist und weil sie ohne schädliche Chemikalien – hautfreundlich und schonend produziert wird.
Studien & Quellen
Wir arbeiten mit einem Naturmaterial und sagen offen, was belegt ist und was nicht. Die folgenden Arbeiten untersuchen Seidenproteine unter Laborbedingungen – nicht unsere fertigen Textilien. Wir nennen sie, weil sie erklären, woher die Eigenschaften der Seide kommen.
Hautverträglichkeit und Regeneration der Hautoberfläche
Vasconcelos, Gomes, Cavaco-Paulo: „Novel silk fibroin/elastin wound dressings“, Acta Biomaterialia, 2012. Untersucht wurde Seidenfibroin, das Strukturprotein der Seide. An menschlichen Hautmodellen zeigte es eine sehr gute Verträglichkeit und unterstützte im Labor die Wiederbildung der Oberhaut.
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Antibakterielle Eigenschaften des Sericins
„Silk Sericin: A Promising Sustainable Biomaterial for Biomedical and Pharmaceutical Applications“, Polymers, 2022. Sericin – das natürliche Hüllprotein der Seide, das in Bouretteseide besonders reichlich enthalten ist – hemmte im Labor das Wachstum verschiedener Keime, darunter Staphylococcus aureus, Escherichia coli, Streptococcus pneumoniae, Streptococcus mutans und Pseudomonas aeruginosa sowie die Hefe Candida albicans. Erklärt wird das damit, dass Sericin positiv geladen ist und die Durchlässigkeit der Bakterienmembran verändert.
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Drei Seidenarten im Vergleich
Kanyora u. a., PLOS ONE, 2024. Verglichen wurde das Sericin von Maulbeerseide (Bombyx mori), Eri-Seide (Samia ricini) und einer Wildseide (Gonometa postica). Je nach Keim war eine andere Art am stärksten: das Sericin der Eri-Seide gegen Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa und Klebsiella pneumoniae, das der Maulbeerseide gegen Escherichia coli und Streptococcus pyogenes.
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Warum Seide kühlt und wärmt
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Die physikalische Erklärung für das temperaturausgleichende Verhalten der Seidenfaser.
Zur Erklärung
Alle genannten Untersuchungen beziehen sich auf Laborbedingungen und stehen nicht in direktem Zusammenhang mit unseren Seidenprodukten. Unsere Texte dienen der Information – nicht der Behandlung. Bei Hautproblemen oder anderen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärzt:innen oder Therapeut:innen.